Handstand Club von Kaerlighed – ich war dabei!



Hallo Ihr Lieben,

die wunderbare Madhavi Guemoes hat in ihrem blog www.kaerlighed.de zu einer witzigen „Challenge“ namens „Handstand Club“ aufgerufen und alle Yoginis und Yogis dazu ermutigt, den Handstand im Zeitraum vom 01.-14.07.2014 in die tägliche Yogapraxis einzubauen.
Da ich mit meiner gerade mal 1,5-jährigen Yogaerfahrung leider noch keinen blassen „Schimmer“ von der korrekten Ausführung der Asana hatte und mich der Gedanke an den Handstand zuerst an den nicht so tollen Schulsport-Unterricht erinnerte (denn ich war stets eine Sportniete), habe ich mich trotzdem dazu entschlossen, mich dieser Herausforderung zu stellen.

Zum einen war ich zu Beginn sehr neugierig, ob ich den Handstand bis zum Ende des Zeitraumes einigermaßen beherrschen bzw. stehen würde und weiterhin kam für mich persönlich die verbindlich „Zusage“ ganz gelegen, um dann auch tatsächlich den Ansporn zu finden, JEDEN Tag fleißig zu üben ;)

Außerdem ist der Handstand eine prima Umkehrhaltung, schonend zur Halswirbelsäule und eine nette Alternative zum Kopfstand, denn die Welt verkehrt herum zu betrachten, macht schon ne Menge Spaß ;)

Hier nun ein kleiner Nachbericht, wie es mir beim Handstand-Üben in den 2 Wochen ergangen ist.

Handstand-Tag 1:

Erstes Üben im Garten am Baum mithilfe der Supi-Anleitung von Rebecca von Fuck Lucky Go HappyErgebnis: puhh, wie war das nochmal – JEDEN TAG HANDSTAND ÜBEN? Oh Schreck! Woher zum Teufel haben die Yogis alle diese Kraft in den Armen, wohingegen ich gnadenlos umfalle geschweige denn überhaupt in den Handstand komme ;)
Davon abgesehen, dass meine Handgelenke und Schultern schmerzen, habe ich es gerade mal geschafft, die Beine parallel zum Boden zu heben und am Baum abzustützen und kurz zu halten (Gesicht zum Baum). Diese Vorübung dient vor allem dem Zweck, Schultern und Arme zu stärken. Nach einigen missglückten Versuchen, aus dem herabschauenden Hund die Beine nach oben zu schwingen, was noch nicht so funktioniert hatte, habe ich dann vorerst meinen Übungstag 1 beendet und zum Spaß ein paar Räder geschlagen, ist ja quasi so ähnlich ;) Hmmm, ich hab' mir zwar schon gedacht, dass der Handstand nicht so easy-peasy von jetzt auf gleich funktionieren wird, aber dass er sich als soooo schwierig erweisen würde... OK, nun heißt es Geduld üben und jeden Tag fleißig die Beine nach oben schwingen. Beim Kopfstand ging es mir damals ähnlich und nach regelmäßigen Üben stehe ich nun jeden Morgen fröhlich auf dem Kopf und begrüße den Tag. Ich bin guter Dinge, dass die Handstand-Geschichte noch ausbaufähig ist, und wenn nicht bleib ich eben beim Radschlagen ;) *think positive!*

Handstand-Tag 2:

Die tolle Abendsonne hat mich wieder in den Garten zum Üben geführt und ich habe – wie an Tag 1 – einige Male die Vorübung zur Kräftigung der Schultern und Arme an einer Wand geübt. Zwischendurch immer einmal ein Versuch, die Beine nach oben zu schwingen (immernoch mit dem sicheren Rückhalt der Wand im Hinteropf), jedoch fiel das „Beineschwingen“ aus dem herabschauenden Hund noch sehr schwer bzw. hat noch nicht funktioniert. Es gab zwar noch keinen nennenswerten Fortschritt zu Tag 1, jedoch hatte ich das auch nicht erwartet, aber die Abendsonne hat mein Gemüt erwärmt und ich war in positiver Stimmung. Noch einige abschließende Asanas zur Entspannung und so beendete ich Übungstag 2.

Handstand-Tag 3:

Frisch und munter baute in an Tag 3 meine Handstand-(Vor)Übungen gleich nach meinem allmorgendlichen, kurzen dynamischen Yoga-Flow ein. (by the way: Ich habe mir endlich eine neue Matte gegönnt und an dem Morgen getestet – ich liebe sie!). Jedenfalls haben an jenem Morgen zum ersten Mal – für ca. 1 Sekunde – meine Beinchen die Wand berührt, konnte sie also endlich nach oben schwingen, jedoch vorerst aus dem Stand heraus und mit viel Schwung. „Ein kleine Schritt für die Menschheit, bla bla bla ...“ ;) Dieser minimale Erfolg stimmte mich sofort prima in den Tag ein, obwohl noch nicht viel passiert war und es noch wenig mit dem Handstand zu tun hatte, aber der Weg ist ja bekanntlich das Ziel. Am Abend gab es dann noch paar weitere kleine Übungsversuche: diesmal habe ich es einmal aus dem Stand mit etwas Schwung versucht und siehe da, ich konnte zumindest schon die Beine nach oben bringen und einige Sekunden an der Wand kopfüber verharren ;) *freu*

Handstand-Tag 4:

Üben, üben, üben ;)

Handstand-Tag 5 & 6 :

An den Übungstagen 5 und 6 war ich für ein Wochenende bei einer lieben Freundin zu Besuch und durfte am Morgen ihren schönen Balkon als Trainingszone nutzen. Nach der normalen Yoga-Routine habe ich mich wieder am Handstand versucht und darf zur Freude verkünden, dass ich es an diesen Tagen endlich geschafft habe nicht aus dem Stand, sondern ähnlich der Haltung „herabschauender Hund“ meine Beine nach oben zu schwingen und im Handstand an der Wand zu stehen. Wieder ein klitzekleiner Fortschritt. Ich bin gespannt auf die nächsten Tage.

Handstand-Tag 7:

Üben, üben, üben ;)

Handstand-Tag 8:

Handstand am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen ;) Ich war weiterhin fleißig dabei, die Beine nach oben zu schwingen und haben dabei meine Konzentration darauf gerichtet, so lange wie möglich auf den Händen – natürlich noch an der Wand – zu stehen, um die Arme und Schulten zu kräftigen. Das freie Stehen sowie die Balance halten habe ich vorerst außer Acht gelassen.

Handstand-Tag 9:

Heute war kein guter Handstand-Tag für mich. Habe zwar am Morgen und Abend fleißig meine Übungen gemacht, jedoch gab es kaum gute Ergebnisse bzw. keinen Fortschritt. Tag 9 war an sich nicht so recht „mein Tag“, aber durch Yoga habe ich für mich gelernt, dass es auch OK ist, wenn es mal nicht rund läuft und dass man solche Momente und Tage annehmen sollte. Ich werte „Niederlagen“ bzw. das Nicht-Perfektsein mittlerweile nicht mehr als Problem und dieser Lerneffekt ist mein persönlicher Erfolg. Und wenn der Handstand innerhalb des Zeitraums nicht super-toll aussieht oder ich ihn noch nicht vollständig beherrsche, dann geht die Welt auch nicht unter ;)

Handstand-Tag 10:

Üben, üben, üben ;)

Handstand-Tag 11:

Tja, was soll ich sagen ... ich muss mir eingestehen, dass meine Kraft in den Armen leider noch nicht soooo ausgebaut ist, als das ich den Handstand locker lässig halten könnte. Hier bedarf es noch einer Menge Kraftübungen und Training, um Arme und Schultern zu stärken. Aber immerhin funktioniert der Beinaufschwung an der Wand mittlerweile sehr prächtig und ich kann mich einige Sekunden im Handstand an der Wand halten. Wenn Superman nicht um die Ecke kommt und mir bisschen Bizeps schenkt, dann werde ich den freien Handstand im vorgegebenen Zeitraum vermutlich noch nicht schaffen, was aber auch in Ordnung wäre. Ziel war es ja vor allen Dingen, täglich zu üben und mit Freude seine Entwicklung zu beobachten.

Handstand-Tag 12 & 13:

Üben, üben, üben ;)

Handstand-Tag 14:

Sooo – der letzte Handstand-Übungstag ist angebrochen und gleichzeitig auch mein erster Yoga-Urlaubstag in der Türkei. Trotzdem bzw. gerade deshalb wollte ich mein tägliches Üben nicht „schwänzen“ und habe mich wieder auf die Hände geschwingt. Die Hitze und viele neuen Eindrücke haben meinen Übungszeitraum zwar etwas verkürzt, dennoch habe ich „durchgezogen“.


Fazit:

Wie schon geahnt, habe ich es in den 14 Tagen NICHT geschafft, die Übung perfekt zu beherrschen und den Handstand frei ohne Wand zu stehen. ABER: Ich freuen mich trotzdem! Ich habe jeden Tag geübt und mich mit dem Handstand auseinandergesetzt, habe einige weitere Asanas zur Vorbereitung kennegelernt (z.B. den Delfin) und bin am Ball bzw. an der Wand geblieben.

Ich genieße jeden noch so kleinen Fortschritt und bin froh, mir aus voller Überzeugung und ohne schlechtes Gefühl sagen zu können „Hey Mä, es ist OK, du musst nicht alles perfekt machen oder können, das erwartet Niemand von dir und du solltest es dir auch nicht abverlangen“.

Vor einiger Zeit hatte ich noch echte Probleme mit dem scheinbaren „Scheitern“, heute erkenne ich allmählich den Fortschritt und das Positive in den Dingen. Die Yoga-Philosophie hat mir viel positive Energie geschenkt und einen großen Teil dazu beigetragen, dass ich nun versuche, das Augenmerk nicht mehr so übertrieben auf meine Schwächen zu setzen, sondern genau hinzuschauen und mich an den Stärken und auch kleinen Entwicklungen zu erfreuen. Ich erlaube mir nun endlich, NICHT perfekt sein zu müssen und das ist fantastisch. Ich habe mir vorgenommen, trotzdem am Handstand zu bleiben und weiter zu üben und wer weiß – vielleicht klappt’s ja irgendwann. Bis dahin zählt der Weg zum Ziel.

An dieser Stelle einmal ein herzliches Dankeschön an Madhavi von www.kaerlighed.de für ihren Handstand-Club-Aufruf und der Möglichkeit, wieder neue Ideen und Anstöße in meine kleine Welt zu zaubern.

Wie steht Ihr zum Thema „Perfektionismus“? Seht ihr „Scheitern“ bzw. „Niederlagen“ locker oder macht ihr Euch verrückt, wenn etwas nicht auf Anhieb funktioniert? Ich bin gespannt auf Eure Feedbacks.

Liebe Grüße kopfüber, Eure Mä ***

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